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Work-Life-Balance managen – oder "über das, was wirklich wichtig ist im Leben"
Walter Schaff – Karriere und Beruf

Balance kommt aus dem Französischen und manchmal auch aufs Brot. Ein „Akt“ ist es trotzdem, und der berühmte Tanz auf dem Drahtseil unserer Work-Life-Balance begegnet uns dabei jeden Tag. Wir drücken uns in die volle U-Bahn, wenn wir auf dem Weg zur Arbeit sind, oder "kleben" auf der Straße, im Auto, im Stau. Wir hetzen um die Wette, für die beste Bratwurst am Mittag und nehmen uns auch danach nur dann Zeit für unsere Bedürfnisse, wenn die Toilette lauter ruft als der Chef.

Wohl dem, der sein eigener Chef ist. Aber auch dann gibt es immer jemanden, der hinter einem steht – meist das eigene Gewissen. Wie heißt es so schön, in einem alten Sprichwort: „Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.“ Führungspositionen können mitunter ein Segen und ein Fluch zugleich sein.

Und wenn's noch schlimmer wird, ist auch gleich noch schwerer mit der Work-Life-Balance, dann passieren Dinge, von denen niemand so gern sprechen möchte: Plötzlich hören wir sowas wie Stimmen. Natürlich kann die keiner auf Anhieb erklären, und selbst wenn – wer hat dafür die Zeit? "Der nächste Kunde wartet schon", das nächste Produkt, der nächste Service. Schon ist wieder eine Stunde rum und plötzlich zwickt es in der linken Seite und überall kribbelt der Arm.


Von wegen Work-Life Balance - wir hangeln wie Getriebene von A nach B

Wir leben in einer Zeit, in der es richtig abgeht, die Arbeitsdichte sehr hoch ist, und nur selten ist dabei der eigene Job auch die eigene Berufung. Wir nehmen, was kommt. Wir rackern uns ab. Wir schaffen, leisten und wir geben unser berühmtes letztes Hemd für ein bisschen mehr Geld, obwohl es "Anerkennung" heißen müsste, oder mehr Freiheit. Jaja: die Work-Life-Balance... - es fühlt sich beinahe wie Luxus an, dann darüber überhaupt nachzudenken.

Wir drücken uns wieder in die volle U-Bahn, auf dem Weg zurück nach Hause.  Wir kleben wieder auf der Straße, im Auto, im Stau. Und am Ende des Tages haben wir noch kein einziges Wort darüber verloren, was wirklich wichtig ist – die Familie zum Beispiel.


Rechtzeitig die Reißleine ziehen

Die richtigen Dinge in die richtige ("Work-Life-Balance")Waagschale zu werfen, ist nicht leicht. Besonders wenn es ums eigene Gleichgewicht geht. Da bleibt so manch einer auf der Strecke. Und plötzlich ist es nicht mehr der Freund eines Freundes, von dem man gehört hat, dass er gestern noch fett im Geschäft war. Plötzlich ist man selber fett und nicht mehr im Geschäft, sondern herzkrank. Bis zu 100.000 Menschen sterben jährlich an Lungenembolie. Bis zu 50.000 an Herzinfarkt. Noch einmal bis zu 80.000 Menschen an einem Schlaganfall. Und nun? Plötzlich ist man tot.

Die richtigen Dinge in die richtige Waagschale zu werfen, ist nicht leicht. Die Work-Life-Balance zu managen und die richtigen Dinge zu priorisieren auch nicht. Aber wir können leicht anfangen. Manchmal braucht es dafür nur jemanden, der auch zuhört.


Mika, 29 Köln

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