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Vergiss Dein nicht! Die 4 Trauerphasen nach einer Trennung

Veröffentlicht von Franziska Stawitz in der Kategorie Beziehungen und Sexualität

Liebeskummer ist großer Mist. Der tut weh. Den hat keiner gern. Und dennoch erwischt er uns immer wieder. Und wie heftig. Kein Appetit, oder wir stopfen sinnlos alles in uns rein, viele Tränen, manchmal ganze Sturzbäche, schlaflose Nächte, alles grau statt bunt. Wie ein verschrumpelter Luftballon vier Wochen nach dem Kindergeburtstag – so fühlt sich das Leben nach einer Trennung an. Wenn es günstig verläuft! Im schlimmsten Fall starren wir depressiv die Decke an und kommen mit dem Hintern gar nicht mehr hoch.


Nun gibt es immer wieder Menschen in unserem Umfeld, die sagen: "Kopf hoch, komm´ – es gibt noch andere Männer, andere Frauen, sieh dich um. Genug getrauert. Schau nach vorn!" Ja, sicher. Irgendwann müssen das Leid und die Trauer wieder der Lebendigkeit weichen. Stimmt. Und jetzt muss ich dazwischenhauen: wann dieser Zeitpunkt ist, das hat niemand anders zu bestimmen außer wir selbst. Wie lange jemand trauert, ist ganz allein seine Sache. Und dafür gibt’s auch keinen festen Zeitrahmen. Es dauert so lange, wie es dauert. Bei den einen sind es ein paar Wochen – die anderen brauchen locker auch mal zwei/drei Jahre, um eine Trennung zu verkraften. Und in etlichen Fällen geht’s noch ein paarmal hin und her. On-Off-Beziehungen. Dass es das nicht leichter macht – geschenkt. Und dummerweise gehen dann die Trauerphasen wieder von vorn los. Nun, wir sind halt Menschen und keine Maschinen. Und dazu gehören Fehler, die wir machen.


Die 4 Phasen des Liebeskummers


Wenn ich die Literatur mal so zusammenfassen darf – und ich kann Euch gar nicht sagen, wie oft ich selbst in meiner Trennung „Trauerphasen“ gegoogelt habe – dann komme ich mehr oder weniger immer wieder zu vier verschiedenen Phasen, die wir während des Liebeskummers durchlaufen.


Phase 1:

Was, wirklich? Nein – wir wollen es nicht wahrhaben. Es soll vorbei sein? Nein, will ich nicht, darf nicht sein. Grübeleien, aufkeimende Hoffnung, was kann ich tun, damit er/sie zurückkommt, liegt es an mir? Was hab ich falsch gemacht?


Phase 2:

Gefühlschaos: da ist alles dabei. Von tiefer Trauer, Verzweiflung, Wut, Angst. Es tut so richtig weh. Das komplette Programm. Das Loch, in das wir fallen, kann verdammt tief sein, und uns geht nur eine Frage durch den Kopf: wann bitte schön hört das wieder auf? Werde ich je wieder glücklich? Wie soll ich das allein schaffen? Was bin ich ohne sie/ohne ihn? Und genau das ist der Punkt, der sich so richtig doof anfühlt. Ja – jetzt sind wir auf uns allein gestellt. Zurückgeworfen auf uns. Wir müssen uns mit uns auseinandersetzen. Und das schafft überhaupt erst, dass


Phase 3 eintreten kann:

Die Neuorientierung: sich zurückbesinnen auf Zeiten, die wir ohne unseren Partner/unsere Partnerin gelebt haben. Was war uns wichtig? Welche Hobbys hatten wir, die wir möglicherweise in der Partnerschaft auf Eis gelegt haben? Welche Freundschaften haben wir aufgegeben – wo können wir wieder andocken? Was macht uns Spaß? Was wollten wir schon immer mal machen, was vielleicht in der Beziehung gar nicht möglich war, weil er oder sie nicht mitspielen wollte? Wo sind meine Bedürfnisse? Was will ich? Ganz allein ich? Wie stelle ich mir mein Leben vor? Wenn wir das hinbekommen haben, dann geht’s so langsam bergauf. Der Ex-Partner beherrscht nicht mehr ständig unsere Gedanken – die Phasen werden einfach länger, in denen wir an andere Sachen denken.


Und dann kommt endlich Phase 4:

Es ist geschafft – auf zu neuen Ufern. Die Trennung ist verarbeitet. Das Leben beginnt wieder Spaß zu machen. Wir lassen neue Menschen an uns heran und sind bereit für eine neue Liebe. Wir haben losgelassen.


Und:

Das beste Mittel gegen Liebeskummer bleibt die Selbstliebe – wenn wir die in uns gefunden haben, dann kann uns auch der Liebeskummer nicht mehr so viel anhaben.


Talk now!

Jetzt mit Franziska Stawitz zu diesem Thema sprechen.

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