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Studium abbrechen? - Das solltest du beachten bevor du dein Studium abbrichst!
Timo Erlei – Karriere und Beruf

In der Uni- oder Fachhochschulzeit eines jeden Studienabbrechers gibt es bestimmte Schlüsselmomente, in denen der Groschen fällt: Der Student begreift, dass er oder sie in diesem Studiengang völlig falsch ist. Wenn dies festgestellt wird, dann bedeutet dies automatisch auch einen Berfuswechsel:undefinedDa einer der Freunde aus der Berufsoberschule Steven den Studiengang Soziale Arbeit empfohlen hat, hat auch er sich für das Fach eingeschrieben. Als in einem der Seminare ausschließlich Spiele gespielt werden wie „Pferderennen“, begreift Steven, dass er in diesem Studiengang auch nicht auf Dauer glücklich sein wird und wahrscheinlich auch für den Beruf des Sozialpädagogen nicht geeignet ist. So ist für ihn der Wechsel des Studiengangs gleichzeitig ein Berfuswechsel.

Studium wechseln aufgrund von Leistungsproblemen oder Motivationsproblemen. Ein Studium abzubrechen heißt nicht automatisch, dass du damit deine Zukunft als Akademiker an den Nagel hängen musst. Man ist nur nicht für jeden Studiengang geeignet. Bringst du die dafür erforderlichen Hard und Soft Skills mit? Beispielsweise wird ein Legastheniker große Probleme nicht nur in einem Germanistik-Studium selbst haben, sondern auch bei einem Einstieg in das spätere Berufsleben. Am besten machst du einen der Interessentests und hörst dich in Foren um, über welches Fach an welcher Uni was gesagt wird. Im zweiten Anlauf klappt die akademische Laufbahn häufig.

Doch nicht alles erfährt man in Interessentests, und man muss sich schon intensiver mit einem Studiengang beschäftigen, um herauszufinden, ob zum Beispiel Leistungsprobleme zu erwarten sind. In wieder anderen Studienfächern werden die Inhalte als so wenig spannend empfunden, dass Motivationsprobleme entstehen. Als sich auf der Uni Lisa und Svenja wieder begegnen, unterhalten sie sich über die alten Mitschüler, und wer jetzt welches Fach studiert. Lisa sagt: „Fast jeder, den ich von früher kenne, hat seinen Studiengang gewechselt. Das scheint wohl normal zu sein.“

Finanzielle Probleme

Besonders schade ist es, wenn Studenten ihre akademische Laufbahn aufgrund von finanziellen Problemen abbrechen. Kann kein BAföG-Anspruch durchgeboxt werden, bleiben noch die Möglichkeiten, zu arbeiten, ein Stipendium zu beantragen oder einen Studienkredit aufzunehmen. Besser ist es, auch einmal vorübergehend einem weniger spannenden Studentenjob nachzugehen, anstatt gleich das ganze Studium an den Nagel zu hängen!

Psychische Probleme wie PrüfungsangstundefinedUnter Studenten haben vor allem seit Einführung des Bachelor- und Master-Systems psychische Probleme zugenommen. Doch die Prüfungsangst ist kein neues Thema, und die Beratungsstellen der Unis sind beispielsweise auch damit vertraut, Studenten mit Angst vor Referaten zu helfen.

Krankheit in der Familie

Studium abbrechen?undefinedManchmal kommt es im Laufe eines Lebens zu Schicksalsschlägen: Erkrankt beispielsweise mitten während deines Medizin-Studiums deine Mutter an Krebs, musst du dich nicht dafür rechtfertigen, wenn du nicht die Glanzleistungen abliefern kannst wie deine Kommilitonen, da die Krankheit in der Familie viel Zeit beansprucht. Auch hier gilt die Devise: Es macht keinen Sinn, gleich das Studium an den Nagel zu hängen. Es werden bestimmt auch wieder Zeiten kommen, in denen du dich besser mit der Situation arrangiert hast.

Karriereplanung mit Köpfchen "

Studium ist das, was du daraus machst“ – das ist ein Spruch, der den Vernünftigen unter den Studenten gern über die Lippen kommt. Ein wichtiger Tipp ist daher, dass du unter einem Studium nicht vorrangig Party verstehst, sondern dich früh mit deiner Karriereplanung auseinandersetzt, was auch bedeuten kann, das Studium zu wechseln. Dieser Aspekt ist besonders in geisteswissenschaftlichen Fächern ohne vordefiniertes Berufsbild wichtig.

Jetzt mit Timo Erlei zu diesem Thema sprechen.

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