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Rückenschmerzen vorbeugen – Effektive Tipps von unseren Experten
Anja Blaku – Ernährung und Fitness

Das wahre Wunderwerk Wirbelsäule bildet die senkrechte Achse unseres Körpers. Das Zentrum wiederum ist der Rumpf. Er und auch der Kopf werden maßgeblich von der Wirbelsäule getragen.

Sie bildet im Profil betrachtet eine leichte Doppel-S-Kurve (Unterteilung in die vier Abschnitte Hals-, Brust-, Lendenbereich und Kreuzbein), die Elastizität ermöglicht, ähnlich wie bei einer Springfeder. Dem Kopf bzw. dem Gehirn bleiben so unliebsame härtere und ruckartige Bewegung beim Gehen oder Joggen erspart.

In der Wirbelsäule befindet sich wiederum die „Verlängerung unseres Gehirns“, das Rückenmark, mit allen Nerven, die dann auf verschiedenen Höhen der Wirbelsäule in den Körper, die Organe und die Extremitäten übergehen. So können gleichsam Befehle in den Körper gesendet werden und auch Informationen zurück in unsere „grauen Zellen“ gelangen. Wir steuern darüber unsere willkürlichen Aktivitäten und können Erfahrungen, die wir mit der Haut, den Händen oder Füßen machen, z. B. Sonnenstrahlen auf der Haut, im Gehirn abspeichern. So können bestimmte Lernvorgänge stattfinden.


Wie Rückenschmerzen entstehen


Mittels ihrer 24 beweglichen Wirbel erlaubt die Wirbelsäule einen außerordentlichen Bewegungsumfang, annähernd in alle Himmelsrichtungen. Wir können uns vor- und zurückneigen, von rechts nach links sowie – in gewissem Rahmen – um unsere eigene Körperlängsachse drehen.

Nun zeigt sich jedoch seit vielen Jahren das Dilemma, dass durch deutlich zu viel Schreibtisch- und PC-Arbeit sowie Handynutzung nur ein Bruchteil des Bewegungspotenzials auch genutzt wird. Enorme Muskelabschwächungen und -verkürzungen, eine punktuell ungünstige Belastung der Bandscheiben und eine Veränderung der Statik, z. B. durch eine zu weit nach vorne verlagerte Kopfposition, belasten die Wirbel und die Bandscheiben massiv. Bei den meisten von uns werden nur ca. 10 % des Potenzials der körperlichen Fähigkeiten genutzt. Aus dieser Tatsache und dem damit verbundenen starken Bewegungsmangel resultieren Beschwerden im Körper und leider auch sehr oft Rückenschmerzen.

Im Umkehrschluss liegt die Rettung aber auf der Hand: Das Dehnen der verkürzten Muskeln, wie z. B. die Brustmuskeln, das Kräftigen der oberen Rückenmuskulatur, möglichst in Kombination mit den Gesäßmuskeln, sowie ausführliches Strecken können in den meisten Fällen sehr schnell zur Linderung von Rückenbeschwerden führen.


Den Rückenschmerzen entgegentreten


Nach über 40.000 Trainingseinheiten, die ich bisher als Trainerin und Coach gegeben habe, kenne ich unzählige Beispiele von rasanten Verbesserungen im Rücken- und Wirbelsäulenbereich.

Das Dehnen der Muskulatur vorne an den Schultergelenken lässt sich z. B. gut auf einem Bett oder Tisch in Rückenlage durchführen. Man legt sich diagonal hin, mit dem Kopf direkt auf die Ecke und den Beinen in Richtung Mitte des Möbelstücks. Dann lässt man die Arme ganz in Ruhe beim Ausatmen seitlich nach unten sinken. Beim nächsten Ausatmen die Arme noch ein wenig „schwerer“ entspannt hängen lassen. In dieser Position ca. 1 bis 3 Minuten liegen bleiben und im Schultergürtel vorne eine wunderbare Weite ermöglichen.

Um dann die Muskulatur im hinteren Bereich zu aktivieren, reicht es aus, sich umzudrehen, die Stirn abzulegen und in Ruhe während des Ausatmens jeweils die Arme seitlich anzuheben.

Ich wünsche bei diesem einfachen aber effektiven Trainings-Duo viel Erfolg und vor allen Dingen, dass jeder dem eigenen Körpergefühl wieder ein wenig näherkommt. Je mehr Wertschätzung und Verständnis wir unserem Körper bezüglich seiner mannigfaltigen Funktionen und seiner Bedürfnisse entgegenbringen, umso eher können wir im Alltag spüren, was ihm guttut und was eher nicht.

Jetzt mit Anja Blaku zu diesem Thema sprechen.

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